Internes Audit vorbereiten

Checkliste für eine strukturierte und erfolgreiche Durchführung.

Ein internes Audit ist ein zentrales Instrument zur Sicherstellung von Qualität, Compliance und kontinuierlicher Verbesserung im Unternehmen. Ob im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems nach International Organization for Standardization (ISO) oder zur Vorbereitung auf eine Zertifizierung nach ISO 9001 – eine sorgfältige Vorbereitung entscheidet maßgeblich über den Erfolg.

Hier erfahren Sie, wie Sie ein internes Audit vorbereiten, welche Punkte eine professionelle Checkliste enthalten sollte und wie Sie typische Fehler vermeiden.




Warum ist die Vorbereitung auf ein internes Audit so wichtig?

Internes Audit vorbereiten
Internes Audit vorbereiten

Ein internes Audit dient nicht nur der Überprüfung von Prozessen und Dokumentationen. Es hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen, Verbesserungspotenziale aufzudecken und die Wirksamkeit des Managementsystems zu bewerten.

Ohne strukturierte Vorbereitung kann ein Audit schnell unübersichtlich werden. Wichtige Dokumente fehlen, Verantwortlichkeiten sind nicht geklärt oder Abläufe werden nur unzureichend geprüft. Eine systematische Checkliste sorgt dafür, dass alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden und das Audit effizient abläuft. Ein internes Audit vorzubereiten bedeutet mehr als das Erstellen einer einfachen Prüfliste. Es erfordert klare Zieldefinition, sorgfältige Planung, systematische Dokumentenprüfung und konsequente Nachbereitung.

Eine gut durchdachte Checkliste sorgt für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Effizienz. Sie unterstützt Auditoren dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen, Prozesse zu optimieren und die kontinuierliche Verbesserung im Unternehmen voranzutreiben.




Ziele eines internen Audits klar definieren

Bevor Sie mit der eigentlichen Planung beginnen, sollten die Ziele eindeutig festgelegt werden. Die Zieldefinition beeinflusst Umfang, Tiefe und Methodik des Audits und bildet damit die Grundlage jeder Audit-Checkliste.

  • Überprüfung der Normkonformität
  • Bewertung bestimmter Prozesse oder Abteilungen
  • Vorbereitung auf eine externe Zertifizierung
  • Prüfung gesetzlicher oder regulatorischer Anforderungen



Internes Audit vorbereiten – Die strukturierte Checkliste

Eine gute Checkliste für das interne Audit deckt organisatorische, dokumentarische und prozessbezogene Aspekte ab. Sie dient nicht nur als Abhakliste, sondern als Leitfaden für eine systematische Bewertung.

1. Auditplanung und Organisation

Zunächst wird der organisatorische Rahmen festgelegt. Dazu gehören Terminplanung, Festlegung des Auditumfangs und Benennung der Auditoren. Wichtig ist, dass Auditoren unabhängig vom geprüften Bereich sind, um Objektivität sicherzustellen.

Ein strukturierter Auditplan sollte Auditkriterien, zu prüfende Prozesse, den zeitlichen Ablauf sowie Ansprechpartner enthalten. Eine frühzeitige Kommunikation mit allen Beteiligten erhöht die Akzeptanz und reduziert Widerstände.

2. Dokumentenprüfung vorbereiten

Ein zentraler Bestandteil jeder Checkliste ist die Überprüfung relevanter Dokumente wie Qualitätsmanagement-Handbuch, Prozessbeschreibungen, Arbeitsanweisungen, Verfahrensanweisungen und Auditprotokolle.

Besonders wichtig ist die Aktualität der Dokumente. Stimmen Versionen, Freigaben und Änderungsstände? Werden Dokumente gelenkt und revisionssicher archiviert? Zudem sollte geprüft werden, ob Korrekturmaßnahmen aus früheren Audits wirksam umgesetzt wurden.

3. Prozessanalyse und Risikobewertung

Neben der Dokumentation steht die praktische Umsetzung im Fokus. Ein internes Audit bewertet, ob Prozesse wie beschrieben gelebt werden und ob Risiken systematisch identifiziert und bewertet werden.

Hierbei spielen klare Verantwortlichkeiten, die Auswertung von Kennzahlen sowie funktionierende Schnittstellen zwischen Abteilungen eine wichtige Rolle. Moderne Normen fordern ein risikobasiertes Denken, das in der Audit-Checkliste berücksichtigt werden sollte.

4. Mitarbeiterbefragung und Interviewvorbereitung

Audits leben von Gesprächen. Auditoren sollten gezielte Fragen vorbereiten, um die Prozessumsetzung praxisnah zu bewerten. Dabei geht es nicht um Kontrolle einzelner Personen, sondern um die Überprüfung des Systems.

Wichtige Themen können Aufgabenverständnis, Umgang mit Abweichungen, Schulungsstand und Verbesserungsvorschläge sein. Eine offene Gesprächskultur sorgt für belastbare Ergebnisse.

5. Abweichungen dokumentieren und Maßnahmen planen

Ein gut vorbereitetes internes Audit endet nicht mit der Feststellung von Abweichungen. Entscheidend ist die strukturierte Dokumentation und Nachverfolgung.

Feststellungen sollten klar beschrieben, einer Norm oder internen Vorgabe zugeordnet und mit Verantwortlichkeiten sowie Fristen versehen werden. Eine transparente Maßnahmenverfolgung erhöht die Wirksamkeit des gesamten Managementsystems.




Typische Fehler bei der Auditvorbereitung vermeiden

Viele Unternehmen betrachten interne Audits als Pflichttermin statt als strategisches Instrument. Unzureichende Vorbereitung, veraltete Checklisten oder fehlende Nachverfolgung von Maßnahmen reduzieren den Nutzen erheblich.

Wer interne Audits konsequent und strukturiert vorbereitet, steigert nicht nur die Zertifizierungschancen, sondern verbessert nachhaltig die Unternehmensprozesse.




Digitale Unterstützung bei der Audit-Checkliste

Moderne Softwarelösungen erleichtern die Planung, Durchführung und Dokumentation interner Audits. Digitale Checklisten, automatische Erinnerungen und strukturierte Maßnahmenverfolgung erhöhen Transparenz und Effizienz – insbesondere bei mehreren Standorten oder komplexen Prozessen.




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