Qualitätsmanagement Automobilbau

Der Automobilbau als Vorreiter für modernes Qualitätsmanagement

Die Automobilindustrie ist auch heute immer noch der Vorreiter aller Branchen des Maschinenbaus. Auch die Entwicklung des Qualitätsmanagements und von QM-Systemen ist untrennbar mit dem Automobilbau verbunden. Während der Fokus dabei früher auf den internen Maßnahmen für bessere Prozesse und Produkte lag, so ist in der heute weitverzweigten Branche aus etablierten Autobauern, Newcomern im Elektrosegment und den vielen Tausenden von Zulieferbetriebn ein unternehmensübergeifendes Qualitätsmanagement von besonderer Bedeutung. "Just-in-Time" Produktionen und "rollende" Lager lassen kaum Luft für Probleme, die auf fehlerhafte Bauteile und Komponenten zurückzuführen sind. Sie würden nicht nur Umsatz und Gewinn gefährden, sondern könnten heute auch schnell existenzbedrohende Auswirkungen entwickeln.

Wer im Automobilbau Qualitätsmanagement nicht wirklich Ernst nimmt, der hat heute kaum Chancen gegen immer mehr Konkurrenten lukrative Aufträge gewinnen zu können. Die Branche - vor allem natürlich auch die großen deutschen Autobauer - kontrolliert sich hier nicht nur effektiv gegenseitig, sondern ist auch maßgeblich an der Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Normen und Standards beteiligt.

Qualitätsmanagement in allen Phasen des Automobilbaus

Im Automotive-Bereich ist es von jeher von ganz besonderer Bedeutung, dass implementierte Qualitätsmanagement-Systeme möglichst umfassend und auch durchgehend gestaltet sind. Es reicht eben nicht nur die eigene Entwicklung, Konstruktion und Produktion zu betrachten, sondern natürlich steht bei einem High-End-Produkt mit gehobenem Preis auch die Erwartungshaltung und die Anforderungen des Kunden im Mittelpunkt. Dieser eigentlich trivialen Annahme wird aber in der Praxis häufig immer noch zu wenig Beachtung geschenkt. Im Fokus stehen viel zu oft noch das sture Abhaken von genau definierten und meßbaren Vorgaben und das Bestehen von Audits und Zertifizierungen.

Den Kunden also neben dem eigenen Unternehmen und den vorhandenen Zulieferern als festen und integralen Bestandteil der Wertschöpfungskette anzusehen rückt heute zum Glück verstärkt in den Vordergrund. Diese "erweiterte" Wertschöpfungskette auch optimal auszuschöpfen und dabei bestmögliche Qualität zu garantieren erlauben die heute verfügbaren Qualitätsmanagement-Systeme für den Automobilbau - man muss Sie aber auch entsprechend einsetzen können.



Internes Audit im QM der Automobilindustrie – Unabhängigkeit durch externe Beratung und Auditoren

In der Automobilindustrie sind strukturierte interne Audits ein zentraler Bestandteil eines funktionierenden Qualitätsmanagementsystems. Sie stellen sicher, dass Prozesse wirksam umgesetzt werden, Anforderungen der Normen eingehalten werden und potenzielle Abweichungen frühzeitig erkannt werden. Besonders im Umfeld der Norm IATF 16949 sowie der ISO 9001 gehören interne Audits zu den grundlegenden Verpflichtungen jedes zertifizierten Unternehmens.

Gerade im Automobilbau und bei Zulieferern sind interne Audits deutlich mehr als eine formale Pflicht. Sie dienen dazu, Risiken in Produktions-, Entwicklungs- und Lieferprozessen zu identifizieren und die kontinuierliche Verbesserung im Unternehmen zu sichern. Dazu zählen unter anderem:

  • Prozessaudits in Produktion und Montage
  • Systemaudits des Qualitätsmanagementsystems
  • Lieferantenaudits entlang der Lieferkette
  • Vorbereitung auf externe Zertifizierungs- oder Kundenaudits

Ein wirksames internes Audit verlangt jedoch Unabhängigkeit, Fachkompetenz und ausreichend Ressourcen. In der Praxis stoßen viele Unternehmen hier an Grenzen. Qualitätsverantwortliche müssen neben dem Tagesgeschäft umfangreiche Auditprogramme planen und durchführen, während interne Auditoren häufig aus den eigenen Fachabteilungen stammen und nicht immer die notwendige Neutralität gewährleisten können.

Wann ein externer Auditor sinnvoll ist

Die Unterstützung durch einen externen Auditor kann in verschiedenen Situationen sinnvoll sein. Insbesondere Unternehmen im Automotive-Umfeld greifen darauf zurück, wenn:

  • interne Auditoren zeitlich ausgelastet sind
  • eine unabhängige Bewertung gewünscht ist
  • neue Prozesse oder Standorte bewertet werden sollen
  • ein Zertifizierungs- oder Überwachungsaudit bevorsteht
  • spezielle Branchenanforderungen (z.B. Automotive Core Tools) geprüft werden müssen

Ein externer Auditor bringt dabei nicht nur methodische Erfahrung aus zahlreichen Audits mit, sondern auch einen neutralen Blick auf bestehende Prozesse. Dadurch lassen sich Schwachstellen häufig schneller erkennen und Verbesserungsmaßnahmen zielgerichteter ableiten.

Mehrwert externer Audits im Automotive-Umfeld

Im Qualitätsmanagement der Automobilindustrie sind Anforderungen besonders hoch. OEMs und Tier-1-Zulieferer erwarten stabile Prozesse, nachvollziehbare Dokumentation und eine konsequente Anwendung von Qualitätsmethoden. Ein extern durchgeführtes internes Audit kann dabei helfen,

  • Auditprogramme strukturiert umzusetzen
  • Prozesse entlang der Wertschöpfungskette objektiv zu bewerten
  • typische Abweichungen frühzeitig zu erkennen
  • Mitarbeiter im Umgang mit Audits zu sensibilisieren
  • sich optimal auf Kunden- oder Zertifizierungsaudits vorzubereiten

Darüber hinaus profitieren Unternehmen von Best-Practice-Erfahrungen aus anderen Projekten und Branchenstandorten, die ein erfahrener Auditor in die Bewertung einbringen kann.

Ablauf eines extern begleiteten internen Audits

Ein strukturiertes internes Audit durch einen externen Auditor orientiert sich in der Regel an einem klar definierten Ablauf:

  1. Auditplanung und Festlegung des Auditumfangs
    Definition der zu prüfenden Prozesse, Standorte oder Abteilungen.
  2. Dokumentenprüfung und Vorbereitung
    Analyse relevanter QM-Dokumente, Prozessbeschreibungen und Kennzahlen.
  3. Auditdurchführung vor Ort oder remote
    Interviews mit Prozessverantwortlichen, Prozessbegehungen und Stichprobenprüfungen.
  4. Bewertung und Auditbericht
    Dokumentation von Abweichungen, Potenzialen und Verbesserungsvorschlägen.
  5. Unterstützung bei Maßnahmenplanung
    Ableitung konkreter Maßnahmen zur nachhaltigen Prozessverbesserung.

Unterstützung für Automotive-Unternehmen und Zulieferer

Gerade mittelständische Zulieferer profitieren häufig davon, interne Audits teilweise oder vollständig extern durchführen zu lassen. Dadurch können Qualitätsabteilungen entlastet werden, während gleichzeitig eine professionelle und normkonforme Auditdurchführung gewährleistet bleibt.

Ein externer Auditor unterstützt dabei nicht nur bei der Durchführung einzelner Audits, sondern auch bei der Weiterentwicklung des gesamten Auditprogramms – von der Planung über die Durchführung bis hin zur nachhaltigen Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen.

So wird das interne Audit nicht nur zu einer Pflichtaufgabe im Qualitätsmanagement, sondern zu einem wirksamen Instrument zur Sicherung von Prozessqualität und Wettbewerbsfähigkeit im Automotive-Umfeld.


PeRoBa Qualitätsmanagement aus München - Individuelles Qualitätsmanagement Automotive

Beratung, Einführung, Audits und QM Tools aus einer Hand

Die PeRoBa GmbH München ist ein Dienstleister mit langjähriger Erfahrung für Qualitätsmanagement speziell im Automobilbau und Maschinenbau. Wir helfen bei allen wichtigen Normen (VDA6.3, IATF 16949,...) auf dem Weg zur Zertifizierung oder Neu-Zertifierung. Wir arbeiten zudem eng mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen. Geschäftsführer Dr. Scherb unterrichtet als Dozent beispielsweise an der Hamburger Fern-Hochschule, der FOM in München und ist auch Referent der TÜV-Süd Akademie, dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft und vielen anderen Einrichtungen.

Wir freuen uns darauf von Ihnen zu hören. Sie erreichen uns am besten per Telefon unter der Nummer
+49 8106 / 230 89 92
(weitere Kontaktmöglichkeiten)  

Qualitätsmanagement - ISO 9001, VDA 6.3 und IATF 16949 Beratung und Audits - www.peroba.de