Im Maschinenbau ist ein funktionierendes Qualitätsmanagement ein entscheidender Faktor für Wettbewerbsfähigkeit, Liefersicherheit und Kundenzufriedenheit. Viele Unternehmen orientieren sich dabei an international anerkannten Standards wie der ISO 9001. Ein zentraler Bestandteil dieser Norm ist die regelmäßige Durchführung von internen Audits, mit denen überprüft wird, ob Prozesse wirksam umgesetzt werden und den definierten Anforderungen entsprechen.
Gerade im Maschinenbau sind die Prozesse häufig komplex: von der Entwicklung kundenspezifischer Anlagen über Konstruktion und Fertigung bis hin zu Montage, Inbetriebnahme und Service. Interne Audits helfen dabei, diese Abläufe systematisch zu überprüfen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und Risiken frühzeitig zu vermeiden.
Typische Auditbereiche im Maschinenbau sind unter anderem:
- Entwicklungs- und Konstruktionsprozesse
- Fertigungs- und Montageprozesse
- Dokumentations- und Änderungsmanagement
- Lieferantenmanagement und Wareneingangsprüfung
- Projektmanagement bei kundenspezifischen Anlagen
Durch regelmäßige interne Audits wird sichergestellt, dass das Qualitätsmanagementsystem nicht nur formal vorhanden ist, sondern im operativen Alltag tatsächlich gelebt wird.
Herausforderungen bei internen Audits im Maschinenbau

Interne Audits sind im Qualitätsmanagement ein wichtiges Instrument, um die Wirksamkeit von Prozessen regelmäßig zu überprüfen und Verbesserungspotenziale systematisch zu identifizieren. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Durchführung interner Audits im Maschinenbau häufig mit verschiedenen organisatorischen und fachlichen Herausforderungen verbunden ist. Die Anforderungen an Auditprogramme sind durch Normen wie die ISO 9001 klar definiert: Audits müssen geplant, dokumentiert, unabhängig durchgeführt und regelmäßig wiederholt werden. Gleichzeitig müssen sie ausreichend tief in die Prozesse eintauchen, um tatsächliche Schwachstellen zu erkennen.
In vielen Maschinenbauunternehmen werden interne Audits von Mitarbeitenden durchgeführt, die zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben als interne Auditoren tätig sind. Das kann zu verschiedenen Herausforderungen führen:
- begrenzte zeitliche Ressourcen
- fehlende Auditpraxis oder methodische Erfahrung
- eingeschränkte Unabhängigkeit gegenüber eigenen Prozessen
- Betriebsblindheit gegenüber etablierten Abläufen
Insbesondere bei wachsender Unternehmensgröße, neuen Produktionsstandorten oder steigenden Kundenanforderungen kann es daher sinnvoll sein, einen externen Auditor einzubeziehen.
Mehrwert eines externen Auditors
Ein externer Auditor im Maschinenbau bringt eine unabhängige Perspektive sowie Erfahrung aus zahlreichen Audits in unterschiedlichen Unternehmen mit. Gerade im Maschinenbau kann dies einen erheblichen Mehrwert bieten.
Durch die externe Sicht lassen sich:
- Prozessschwachstellen objektiver identifizieren
- typische Abweichungen frühzeitig erkennen
- Best Practices aus anderen Unternehmen übertragen
- Auditprogramme effizient strukturieren
- Qualitätsverantwortliche entlasten
Zudem wird häufig eine höhere Akzeptanz der Auditfeststellungen erreicht, da diese von einer neutralen Instanz bewertet werden.
Typische Einsatzbereiche für externe Audits im Maschinenbau
Im Maschinenbau wird externe Auditunterstützung besonders häufig genutzt, wenn:
- ein Zertifizierungs- oder Überwachungsaudit bevorsteht
- interne Ressourcen für Audits fehlen
- neue Prozesse oder Produktionsbereiche eingeführt wurden
- Lieferanten intensiver bewertet werden sollen
- das bestehende Auditprogramm weiterentwickelt werden soll
Auch im Rahmen von Lieferantenbewertungen können externe Auditoren unterstützen, um sicherzustellen, dass Zulieferer die geforderten Qualitätsstandards zuverlässig erfüllen.
Ablauf eines extern begleiteten internen Audits
Ein strukturiertes internes Audit durch einen externen Auditor im Maschinen erfolgt in mehreren klar definierten Schritten:
1. Auditplanung
Festlegung des Auditumfangs, der zu prüfenden Prozesse sowie des Auditprogramms.
2. Analyse vorhandener QM-Dokumentation
Prüfung von Prozessbeschreibungen, Arbeitsanweisungen, Kennzahlen und bisherigen Auditberichten.
3. Auditdurchführung im Unternehmen
Gespräche mit Prozessverantwortlichen, Begehungen von Fertigung und Montage sowie stichprobenartige Dokumentenprüfungen.
4. Bewertung und Auditbericht
Dokumentation von Abweichungen, Verbesserungspotenzialen und Empfehlungen.
5. Unterstützung bei Verbesserungsmaßnahmen
Ableitung konkreter Schritte zur Optimierung von Prozessen und Strukturen.
Interne Audits als Instrument zur Prozessverbesserung
Richtig eingesetzt sind interne Audits im Maschinenbau weit mehr als eine formale Normanforderung. Sie ermöglichen eine systematische Analyse der gesamten Wertschöpfungskette – von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum Service beim Kunden.
Durch die Kombination aus internen Fachkenntnissen und externer Auditexpertise entsteht ein wirkungsvolles Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung. Unternehmen profitieren nicht nur von einer stabileren Prozessqualität, sondern auch von einer besseren Vorbereitung auf Kundenanforderungen und Zertifizierungsaudits.
Damit werden interne Audits zu einem wichtigen Baustein für nachhaltige Qualität, effiziente Abläufe und langfristigen Unternehmenserfolg im Maschinenbau.
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